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Ein sogenannter "Stolperstein" vor dem Haus Drususallee 81 erinnert an die Erbauer dieses stadthistorischen Denkmals: das jüdische Ehepaar Julie und Albert Joseph. Am 9. Mai 1910 stellte Albert Joseph den Bauantrag für das Haus, das nach Plänen des Neusser Architekten Dominikus Heurich errichtet wurde. Konzipiert wurde das Wohnhaus als "Anbau" an die von ihm an diesem Ort seit 1897 betriebene Krawattenfabrik. Bis 1935 konnte sich das kleine Unternehmen halten, dann musste Joseph, inzwischen 72 Jahre alt, die Fabrik infolge der zunehmenden Judenverfolgung in Deutschland aufgeben. 1941 verlor die Familie das Haus durch Enteignung. Im Jahr darauf wurden die Eheleute Joseph deportiert und kamen wenig später in Konzentrationslagern um. Ein zweiter "Stolperstein" gedenkt der jüdischen Familie Clara und Rudolf Hoffmann, die von 1930 bis 1934 ebenfalls an der Drususallee lebte.